Niramastory - Teil 1 Seite 4 von 10


Ich musste eine Reinigungsmaschine umfüllen, damit der Betrieb weiter lief und achtete nicht darauf, dass Otti mir die wichtige Adresse (die er vorher aus einem Plastiksack herausgeschnitten hatte) auf die Hose legte. Ich kam nach dem Umfüllen zurück und drückte auf „Press“, um die Hose fertig zu bügeln. Dadurch wurde der auf der Hose liegende Plastik mit 170 Grad in die Hose gebügelt!

Das Resultat war zunächst erschreckend, denn wir konnten den Plastik auf keine Art und Weise mehr von der Hose entfernen, obwohl wir ja in Sachen Fleckenentfernung Spezialisten waren. Wir brachten das Ding einfach nicht mehr von der Hose. Wir mussten sie dem Kunden ersetzen.

Damals wurden die Rückennummern für Mannschaften aus Baumwollstoff ausgestanzt und mit der Nähmaschine aufgenäht. Das war ziemlich aufwändig und beim Waschen der Leibchen kam es immer wieder zu Verfärbungen vom Leibchen auf die Nummer. Wir kannten ja das Problem durch unseren Tenue-Service.
Als ich meinem Kunden den Unfall mit seiner Hose erklären musste, schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf:
                  Wir haben die Lösung für unser Nummerierungsproblem gefunden !

Wir fingen an zu testen und nach 14 Tagen hatten wir die Plastikfabrik ausfindig gemacht, die uns das Material in der richtigen Farbe und Dicke lieferten. Das war einfach! "Die Adresse stand auf den zerschnittenen Plastiksack ganz klein unten rechts als Eigenwerbung für Plastiksäcke".
 
 
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