Niramastory - Teil 1 Seite 5 von 10
 
 
Die ersten Sets schnitten wir mit Schere und Messer. Als Schablonenvorlagen mussten ausgediente Leibchen herhalten und als Übertragungspresse hatten wir ja nur die Bügelpresse.

MA wohnte damals an der Josefstrasse, und er kannte ganz in seiner Nähe eine Stanzerei, die Kunstblumen aus Plastik ausstanzte.

Wir brachten unser Material, das uns in Rollen angeliefert wurde, in die Stanzerei. Sie sagten uns aber, dass das nicht so einfach gehe, denn man brauche zum Stanzen ein Stanzwerkzeug. Wir bekamen von ihnen die Adresse einer Werkzeugfirma.

NI machte die Zeichnungen (Er war ja schliesslich gelernter Zeichner) und 10 Tage später hatten wir die Stanzformen von 0 bis 9 (Typ 0815) bei uns im Haus. Wir merkten aber schnell, dass das Übertragen auf die Leibchen mit der Hosenbügelpresse nicht das Gelbe vom Ei war. Also mussten wir uns sofort um eine bessere, vielleicht sogar automatische Presse umschauen. Da es so ein Ding auf dem Schweizer Markt noch nicht gab, mussten wir selbst so eine Maschine für uns zusammenbauen.

NI war Zeichner und ich kannte mich mit Pneumatik und mit Elektronik aus, so brauchten wir nur noch einen Schlosser, der uns die Maschine zusammenbaute. Unser damaliger Präsident im FCJ, Schlossermeister Ernst Merkli, baute uns die Maschine nach unseren Plänen zusammen und eine Woche später stand sie bei uns an der Röschibachstasse in Wipkingen.
 
 
<<< Seite 4 Home Seite 6 >>>
 
 
Copyright by Ruedi Rauch