Niramastory - Teil 1 Seite 9 von 10
 
 
1977   Wir hatten noch wenig Ahnung von Textildruck und erkundigten uns bei den Fach-Firmen Boller-Benz, Sericol und Bezema, wie man das macht und was für Maschinen man dazu braucht. Bei Boller-Benz lernten wir auch Röbi Gehrig (Flocki) kennen, der uns am Feierabend und übers Wochenende zu Hilfe kam. Er wusste wenigstens, was Siebdruck war! In der Zwischenzeit fragten wir den Bruder von NI, René Nikles Sen., ob er uns helfen könnte. Er arbeitete zu dieser Zeit in der Druckbranche in Nachtschicht beim Blick. Er wohnte noch bei seiner Mutter an der Limmatstrasse und sie hatten dort ein Zimmer frei. Er richtete sich eine kleine Siebdruckerei ein und als Zwischenstation diente der Backofen in der Küche, um die Abzüge zu gelieren, die er auf Transferpapier druckte. Er verkaufte uns die Abzüge für CHF 1.00 pro Stück.

1978   Adidas rief uns an, sie hätten 4000 Europatrainer bestellt, die in 4 Wochen bei uns eintreffen würden, wir hätten allerdings nur 10 Tage Zeit, diese mit einem Adidas-Emblem zu bedrucken.
Wir mieteten in aller Eile noch ein Ladenlokal an der Josefstrasse und richteten es ein mit allem, was es brauchte, um grössere Mengen zu bedrucken. Als dann die 80 Kartons aus Taiwan im Lokal ankamen, platzten wir schon wieder aus allen Nähten. Aber irgendwie schafften wir es auch dieses Mal wieder, den Termin einzuhalten.

Es ging so weiter mit den Aufträgen. Dank den diversen Helferlein kamen wir auch mit unseren Terminen wieder nach, und vor allem waren wir wieder à jour mit dem Fakturieren. Nun konnten wir langsam daran denken uns auch auf die Lohnliste der Nirama zu setzen. Vorbei mit der Fronarbeit.
Wir sahen uns nach grösseren Räumlichkeiten um und fanden in Albisrieden ein alleinstehendes Gebäude, das die richtige Grösse hatte, um alles, was im Kreis 5 und in Wipkingen verstreut war, zusammen zu führen.
 
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